Unabhängiger Bauernverband                         Niederösterreich Burgenland Wien  


Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!Auf Bauer! Wehr Dich!!

DIE BAUERNORGANISATION für aktive Bauern und Grundbesitzer                                                      Unabhängig - Berufsständisch

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Durch die anhaltende Trockenheit und den damit verbundenen Wachstumsstillstand des Grases geht auf vielen Weiden das Futter aus. Einige Landwirte stocken daher ihre Rinderbestände ab, berichtet die Werra Rundschau aus Nordhessen.

Auch die aktuelle Nutzungsfreigabe der ökologischen Vorrangflächen könne den Futtermangel nur begrenzt auffangen. Thorsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner aus Herleshausen-Archfeld erklärte der Zeitung, ebenfalls seinen Bestand reduzieren zu müssen. Von seinen 160 Kühen würde ein Teil zum Schlachter gehen, weil er sie nicht mehr ernähren kann. Auch von Kollegen wisse er, dass sie ähnlich vorgehen werden müssten.

Normalerweise könne eine Herde pro Saison drei- bis viermal auf einer Weide grasen, in diesem Jahr war nach dem ersten Mal Schluss. „Es wächst einfach nichts mehr nach“, sagt Möller. Mehr als 100 Weiden stehen ihm für seine Tiere zur Verfügung, auf zweien sei für die nächsten drei Wochen noch etwas Futter zu holen. „Danach werde ich die Kühe und das Jungvieh reinholen müssen, was normalerweise erst im November oder Dezember geschieht.“

Doch auch das bedeute nicht, dass die Tiere ernährt werden können: Weil kein Gras mehr wächst, konnte auch keines zu Silage verarbeitet und als Futtervorrat für den Winter eingelagert werden, sagte er der Werra Rundschau weiter.

Auch Milchviehbetriebe mit ganzjähriger Stallhaltung machen sich inzwischen Sorgen. „Der Mais ist nur halb so hoch wie sonst, und wenn jetzt kein Regen kommt, wird der auch noch vertrocknen“, berichtet Möller. Schon jetzt seien die Tiere gestresst, was sich in weniger Milch und einer anderen Zusammensetzung bemerkbar mache. Er ist als Nahrungsquelle für seine Tiere jetzt auf gepresstes Stroh ausgewichen. Er hoffe nun, dass er Zuckerrübenschnitzel kaufen kann. Weil aber in ganz Nordeuropa Trockenheit herrsche und alle Landwirte danach fragten, sei er nicht sicher, ob er auch welche bekomme.

Wie viele Tiere er schlachten lassen muss, hängt von der möglichen Zuckerrübenschnitzel-Lieferung und davon ab, ob es in den kommenden Tagen regnet – und zwar richtig, drei bis vier Tage lang.



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Durch die anhaltende Trockenheit und den damit verbundenen Wachstumsstillstand des Grases geht auf vielen Weiden das Futter aus. Einige Landwirte stocken daher ihre Rinderbestände ab, berichtet die Werra Rundschau aus Nordhessen.

Auch die aktuelle Nutzungsfreigabe der ökologischen Vorrangflächen könne den Futtermangel nur begrenzt auffangen. Thorsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner aus Herleshausen-Archfeld erklärte der Zeitung, ebenfalls seinen Bestand reduzieren zu müssen. Von seinen 160 Kühen würde ein Teil zum Schlachter gehen, weil er sie nicht mehr ernähren kann. Auch von Kollegen wisse er, dass sie ähnlich vorgehen werden müssten.

Normalerweise könne eine Herde pro Saison drei- bis viermal auf einer Weide grasen, in diesem Jahr war nach dem ersten Mal Schluss. „Es wächst einfach nichts mehr nach“, sagt Möller. Mehr als 100 Weiden stehen ihm für seine Tiere zur Verfügung, auf zweien sei für die nächsten drei Wochen noch etwas Futter zu holen. „Danach werde ich die Kühe und das Jungvieh reinholen müssen, was normalerweise erst im November oder Dezember geschieht.“

Doch auch das bedeute nicht, dass die Tiere ernährt werden können: Weil kein Gras mehr wächst, konnte auch keines zu Silage verarbeitet und als Futtervorrat für den Winter eingelagert werden, sagte er der Werra Rundschau weiter.

Auch Milchviehbetriebe mit ganzjähriger Stallhaltung machen sich inzwischen Sorgen. „Der Mais ist nur halb so hoch wie sonst, und wenn jetzt kein Regen kommt, wird der auch noch vertrocknen“, berichtet Möller. Schon jetzt seien die Tiere gestresst, was sich in weniger Milch und einer anderen Zusammensetzung bemerkbar mache. Er ist als Nahrungsquelle für seine Tiere jetzt auf gepresstes Stroh ausgewichen. Er hoffe nun, dass er Zuckerrübenschnitzel kaufen kann. Weil aber in ganz Nordeuropa Trockenheit herrsche und alle Landwirte danach fragten, sei er nicht sicher, ob er auch welche bekomme.

Wie viele Tiere er schlachten lassen muss, hängt von der möglichen Zuckerrübenschnitzel-Lieferung und davon ab, ob es in den kommenden Tagen regnet – und zwar richtig, drei bis vier Tage lang.



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SWR Ein Film von Christoph Würzburger
Bild: SWR
Am Mittwoch, dem 6. April, geht es um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen um die Milchwirtschaft in Deutschland. Der Sender besucht Doris Buhl, die zusammen mit ihrem Mann Peter das Hofgut Homboll im Hegau bewirtschaftet. Die Familie hat inzwischen große Probleme mit der Milchviehhaltung, da die Einnahmen hinten und vorne nicht mehr reichen.

3.000 Milchbauern geben nach SWR-Angaben jedes Jahr auf. Allein in den letzten 16 Jahren habe sich die Zahl der aktiven Milchbauern halbiert! "Die Politik hat sich verabschiedet, lässt die Bauern im Stich", schimpft Doris Buhl. Sie und ihre Kollegen im ganzen Land schlagen Alarm: Bei jeder Konferenz der Agrarminister stören sie mit ihren Treckern, selbst nach Brüssel fahren sie zu tausenden und lassen ihre Wut raus. Sie wollen keinen ruinösen Weltmarkt, sie wollen endlich Leitplanken für einen funktionierenden Markt. Das Sterben der Milchviehbetriebe beschäftigt längst die Öffentlichkeit. Denn Dörfer und Landschaften verändern ihren Charakter, wenn Wiesen verschwinden.

Warum nur ist Milch immerzu billig, fragt sich Doris Buhl. Sind die Molkereien schuld, die ihr das Letzte abpressen? Oder der Lebensmittelhandel, der auf dem Rücken der Bauern seine Preiskämpfe austrägt? Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, heißt es. Aber was heißt das konkret? Eine Milch-Börse gibt es nicht, wer also macht den Preis, wo entsteht er? Und: Wer zahlt letztendlich für die billige Milch?

SWR-Autor Christoph Würzburger geht dieser Frage nach. Er unternimmt eine Reise in die große weiße Welt der Milch. Er schaut in Ställe und hinter verschlossene Türen von Molkereien, recherchiert bei Behörden und Wissenschaftlern. Exklusiv begleitet er einen Milcheinkäufer hautnah bei einer knallharten Preisverhandlung. Der Film begleitet die Milchbäuerin Doris Buhl, die Milchbauern Karl-Heinz Fluck und Peter Meutes durch das Milchjahr 2015 - bei ihrem Kampf gegen den schleichenden Niedergang ihrer Zunft.



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